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26.05.2026 Landtag

Klimaschutz statt Strafzahlungen

Lieber in Österreich investieren als Milliarden-Strafen ins Ausland zahlen

Österreich steuert beim Klimaschutz auf ein teures Problem zu. Wenn unser Land seine Klimaziele verfehlt und der Treibhausgasausstoß nicht ausreichend sinkt, drohen milliardenschwere Strafzahlungen. Geld, das ins Ausland fließen würde – ohne Nutzen für unser Land, ohne neue Arbeitsplätze und ohne bessere Infrastruktur. Genau davor warnen Expert:innen seit Jahren.

In einem gemeinsam mit dem Koalitionspartner eingebrachten Entschließungsantrag an die Bundesregierung forderten die GRÜNEN in der letzten Landtagssitzung daher mehr aktiven Klimaschutz auf Bundesebene ein.

Während der Bund bremst, handelt das Burgenland

„Das Burgenland macht seine Hausaufgaben“, sagt der GRÜNE Landtagsabgeordnete Philip Juranich: „Mit dem neuen Klimaschutzgesetz haben wir einen verbindlichen Rahmen geschaffen – mit konkreten Maßnahmen und jährlichem Monitoring. Wir investieren in Photovoltaik, Windkraft, Bodenschutz, Entsiegelung und Klimawandelanpassung.“

Tatsächlich sinken die CO₂-Emissionen im Burgenland, während sie bundesweit wieder steigen. Für 2025 zeigt eine Abschätzung des Umweltbundesamts erneut ein Plus von 1,5 Prozent. Auch der am Freitag veröffentlichte OECD-Umweltprüfbericht 2026 zeigt, dass Österreich bei den Klimazielen nicht auf Kurs ist. Im Burgenland wiederum verzeichnete das Umweltbundesamt für 2024 den niedrigsten Emissionswert seit 1990.

„Strafe zahlen statt investieren ist einfach kurzsichtig und dumm. Und es ist unfair, wenn am Ende alle gleichermaßen für Strafzahlungen aufkommen müssten – also auch das im Klimaschutz vorbildliche Burgenland“, kritisiert Juranich. „Jeder Euro, der heute in Klimaschutz investiert wird, spart morgen hohe Folgekosten.“

Klimakrise trifft Gemeinden und Bevölkerung

Der aktuelle Klimastatusbericht mache außerdem deutlich, wie ernst die Lage inzwischen sei. Im Jahr 2025 war es im Burgenland um zwei Grad wärmer als im langjährigen Durchschnitt. Hitzeperioden, Trockenheit und Extremwetter nehmen zu. Die Folgen spüren Gemeinden, Landwirtschaft und Bevölkerung längst direkt – und zwar auch finanziell. Schäden an Infrastruktur, steigende Lebensmittelpreise oder hohe Kosten nach Unwettern treffen am Ende uns alle.

Eines zeige sich dabei immer deutlicher: Klimaschutz ist längst nicht mehr nur Umweltpolitik. Klimaschutz ist Wirtschafts-, Standort- und Sicherheitspolitik.

Klimaschutz stärkt die heimische Wirtschaft

„Investitionen in erneuerbare Energie und Klimaschutz stärken die heimische Wirtschaft, schaffen regionale Wertschöpfung und machen unabhängiger von fossilen Energieimporten. Wollen wir Milliarden herschenken – oder in unser eigenes Land investieren? Die Antwort sollte eigentlich klar sein“, so Juranich.