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05.04.2022 Landtag

Mit den GRÜ­NEN wird die Ener­gie­zu­kunft ge­baut

Basis für den Ausbau Erneuerbarer Energien und ihre intensivere Nutzung ist eine leistungsfähige und intelligente Infrastruktur. Das Burgenland ist in diesem Bereich österreichweiter Vorreiter – hier wurde die Energiewende schon vor allen anderen Bundesländern in Angriff genommen. Das Stromnetz ist für den Erfolg maßgeblich entscheidend.

 

Energie Burgenland und Netz Burgenland leisten Pionierarbeit in Österreich am Weg zur Klimaneutralität. Nirgendwo sonst als im Burgenland verfügt der Landesenergiedienstleister über mehr Know-how bei der Projektierung, Planung, dem Bau, der Einspeisung und dem Betrieb von Alternativenergie-Anlagen als im östlichsten Bundesland. „Wir bauen die Energiezukunft“, erklärt Wolfgang Trimmel, technischer Geschäftsführer des Infrastruktur-Unternehmens Netz Burgenland. Seit zweieinhalb Jahrzehnten erweitert man permanent das Stromnetz, um die ständig wachsenden Mengen an Windenergie einspeisen und verteilen zu können. Die Netzkapazitäten der Netz Burgenland GmbH wurden zusammen mit der APG in den letzten acht Jahren deshalb um mehr als 300% gesteigert.

 

Daher sind die Übergabestellen in das überregionale Übertragungsnetz der Austrian Power Grid von zentraler Bedeutung. Durch PV-Anlagen und Erneuerbare Energiegemeinschaften produziert auch der Verbraucher. Das stellt zusätzlich eine fundamentale Änderung dar, fließt der Strom so in beide Richtungen. Das Stromnetz – Erzeugung und Verbrauch – muss zu jederzeit ausgeglichen sein, Abweichungen führten zu Stromausfällen. Das gilt es weiter zu vermeiden, stabile Netze sorgen für Versorgungssicherheit.
„Strom ist ein entscheidender Wohlstandsfaktor geworden und wird es auch in Zukunft bleiben, der Strombedarf wird weiter steigen. Gleichzeitig soll jede Burgenländerin, jeder Burgenländer aktiver Teil der Energiewende sein können und die Möglichkeit haben, selbst klimaneutral, unabhängig Strom produzieren zu können. Wir investieren daher massiv in die Netzinfrastruktur, starten mit einem Investitionsvolumen von über 630 Millionen Euro bis 2030 das größte Netzinvestitionsprogramm in der Geschichte des Burgenlands und ermöglichen damit den Umstieg auf Elektromobilität, eine eigene Wärmepumpe und eine eigene PV-Anlage“, erklärt Stephan Sharma, Energie Burgenland Vorstandsvorsitzender, es freut mich, dass uns die Grünen Burgenland auf diesem Weg unterstützen“.

 

Netz Burgenland hat, um künftig die unerschöpflichen Quellen von Wind und Sonne noch intensiver nutzen zu können, ein umfassendes Netzinfrastrukturprogramm gestartet. Dieses Programm umfasst: den Ausbau des Stromnetzes, die Verstärkung bestehender Umspannwerke und den Neubau neuer Umspannwerke, den Bau neuer Hochspannungsleitungen und Instandhaltungsmaßnahmen bestehender Leitungen.
Die überdurchschnittlich hohe Versorgungsqualität des burgenländischen Stromnetzes gilt es in Zukunft abzusichern und gleichzeitig durch eine stufenweise Verstärkung des Netzes und intelligente Konzepte geplante Wind- und Photovoltaik-Projekte zu ermöglichen. „Wir warten und modernisieren unser Netz permanent, schließlich wollen wir die Verfügbarkeit unseres Netzes von 99,99 Prozent auch in den kommenden Jahren erhalten“, so Trimmel.

Intelligente Einspeisung von PV und Netznutzung

Das Höchstspannungsnetz in Ostösterreich liegt knapp an der Grenze seiner Leistungsfähigkeit. Kurzfristig waren daher die Netzkapazitäten im Burgenland erschöpft und daher nur Ökostromerzeuger bis 20 kVA vom Gesetz berechtigt, trotz des Netzengpasses angeschlossen zu werden. Seit Jahresbeginn 2022 konnten durch die enge Zusammenarbeit mit der Austrian Power Grid im Rekordtempo wieder Potenziale für zusätzliche Netzkapazitäten erschlossen werden. Diese Netzkapazitäten werden in Abstimmung mit der E-Control Austria vergeben, wobei tendenziell allen Burgenländerinnen und Burgenländern vor allem Kleinanlagen ermöglicht werden sollen. „Im letzten Jahr hatten wir doppelt so viel Netzanschlussanfragen als Netzanschlusskapazitäten im gesamten Burgenland. Durch die Neuerung können jetzt PV-Anlagen als Eigenverbrauchsanlagen uneingeschränkt bei einem bestehenden Netzanschluss angeschlossen werden“, beschreibt Stephan Sharma das neue Konzept, „will man Stromproduzent sein, gelten die Regeln des Marktes, man braucht ein fertig genehmigtes Projekt und einen genehmigten Netzanschluss.“

Aufhebung der 20 kwp Grenze für den Anschluss von PV-Anlagen

Bislang setzt das Land Burgenland bei der Energiewende auf drei Hebel: die landeseigenen Dachflächen, PV-Freiflächen und Förderungen für Private. Was in der Energiestrategie allerdings fehlt, sind Gewerbe sowie landwirtschaftliche Betriebe mit großen Dächern, die mehr als 20 kWp erzeugen würden. Beim GRÜNEN Landtagsklub gingen daher Anfragen von betroffenen Gewerbe- und Landwirtschaftsbetrieben ein, die Strom ins Netz einspeisen und damit Teil der Energiewende werden wollen. Der GRÜNE Landtagsklub führte dann sehr offene Gespräche mit dem Vorstand der Energie Burgenland, um hier eine Änderung zu erreichen. Ab sofort fällt nun die 20 kWp-Grenze. “Viele Gewerbetreibende und auch Privatpersonen können aufatmen, denn die Energiewende erhält einen frischen Booster. Ohne die Einspeisungsgrenze ist der Weg von schmutzigen und teuren fossilen Energiequellen hin zu sauberer Energie frei. Das freut mich ganz persönlich, denn die Energiewende schaffen wir nur gemeinsam”, ist die GRÜNE Klubobfrau Regina Petrik überzeugt und bedankt sich bei Stephan Sharma und Wolfgang Trimmel, diesen Booster zu ermöglichen.

Energie gemeinsam nutzen

Auch bei den Erneuerbaren Energie-Gemeinschaften (EEG) sieht sich Netz Burgenland als starker Partner. Eine wichtige Basis für die Energiewende sind die Smart Meter: Im Burgenland sind bereits 99 % der insgesamt 207.000 Zähler im gesamten Verteilernetzbereich der Netz Burgenland digital, womit sich Netz Burgenland einmal mehr österreichweit als technologischer Vorreiter erweist. Die intelligenten Zähler bilden die Basis für das Funktionieren von Energiegemeinschaften. Weitere Tools, die auf der Website www.netzburgenland.at abrufbar sind (zum Beispiel Benefit-Tool oder Nahebereichsabfrage), stellen wichtige Hilfen bei der Gründung und dem Betreiben von EEG dar. „Wir sehen uns als Ermöglicher der Energiewende und als Dienstleister für alle, die den Weg zur Klimaneutralität mit uns gehen“, so Trimmel.

Christoph Gerhardt

Pressesprecher des Grünen Landtagsklubs

christoph.gerhardt@gruene.at
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