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24.06.2026 Aus den Bezirken

Mensch und Biber: So klappt das Miteinander

In der vergangenen Wochen wurden in Weppersdorf zwei Biber gesichtet. Um sich ein Bild von der Situation zu machen und mögliche Maßnahmen frühzeitig abzustimmen, fand ein gemeinsamer Lokalaugenschein mit Vertreter:innen des Bibermanagements und Umweltgemeinderätin Karin Parapatits statt. Ziel ist es, den Biber als geschützte Tierart zu erhalten und gleichzeitig ein gutes Zusammenleben von Mensch und Natur zu ermöglichen.

Die aktuelle Situation

Nach Einschätzung des Bibermanagements ist derzeit nicht damit zu rechnen, dass der Biber einen eigenen Damm errichtet, da der bestehende Teich bereits einen geeigneten Lebensraum bietet. Sollte sich ein Biberpaar dauerhaft angesiedelt haben, könnte in den kommenden Jahren Nachwuchs dazukommen. Ein Biberrevier bietet Platz für etwa fünf bis sechs Tiere, bevor junge Biber selbstständig weiterziehen.

Auch eine mögliche Umsiedlung wurde besprochen. Diese wurde von den Expert:innen jedoch nicht empfohlen, da Biber erfahrungsgemäß häufig innerhalb weniger Monate an ihren ursprünglichen Lebensraum zurückkehren. Stattdessen setzt man auf vorbeugende Maßnahmen. So stellt das Bibermanagement zunächst rund 50 bis 60 Biberschutzgitter zur Verfügung, um gefährdete Bäume zu schützen. Weitere Schutzgitter können bei Bedarf jederzeit nachbestellt werden. Darüber hinaus wurde angeregt, Freiwillige – insbesondere Jugendliche – beim Anbringen der Schutzgitter einzubinden. Gleichzeitig wird beobachtet, ob sich neben den Bibern auch Nutrias angesiedelt haben, da diese sich deutlich stärker vermehren und anders zu bewerten sind.

Was jetzt wichtig ist

Biber sind scheue Wildtiere und leisten einen wertvollen Beitrag zu unserer Artenvielfalt. Damit das Zusammenleben gut funktioniert, sollten einige einfache Verhaltensregeln beachtet werden: Halten Sie bei einer Begegnung ausreichend Abstand, füttern Sie die Tiere nicht und führen Sie Hunde in Biberlebensräumen möglichst an der Leine. So können Konflikte vermieden und die Tiere in ihrem natürlichen Verhalten geschützt werden.

Die Gemeinde wird die Bevölkerung laufend über die weitere Entwicklung informieren. Zusätzlich werden – sobald verfügbar – Hinweisschilder des Naturschutzbundes angebracht. Ausführliche Informationen und weitere Verhaltenstipps finden Sie in den Empfehlungen des Bibermanagements Burgenland.

Derzeit gehen die Expert:innen davon aus, dass ein Zusammenleben gut möglich ist. Sollte sich die Situation ändern und die gesetzten Maßnahmen nicht ausreichen, werden gemeinsam mit den zuständigen Fachstellen geeignete Lösungen – bis hin zu einer möglichen Umsiedlung – geprüft.

Info Verhaltensregeln in Biberlebräumen

  • Info Verhaltensregeln in Biberlebräumen

Samara Sánchez Pöll
Samara Sánchez Pöll

Medienreferentin Grüne Bgld

Klubobfrau & Jugendgemeinderätin in Eisenstadt
Sprecherin Grüne Jugend Bgld

[email protected]
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