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12.05.2026 Landespartei

PFAS im Blut nachgewiesen: 

Samara Sánchez Pöll und Lena Schilling im April in Eisenstadt – aufgenommen noch vor dem Eintreffen der Blutergebnisse aus dem Labor in Belgien.

Grüne fordern konsequentes Verbot von Ewigkeitschemikalien

Im Zuge des Besuchs der Europaabgeordneten Lena Schilling am 30. April in Eisenstadt wurden bei einer freiwilligen Bluttestung sowohl bei der GRÜNEN Klubobfrau und Jugendgemeinderätin in Eisenstadt, Samara Sánchez Pöll, als auch bei einer frischgebackenen Mutter PFAS im Blut nachgewiesen. Die Blutabnahmen fanden bereits vor rund 6 Wochen statt, nun trafen die Ergebnisse eines Speziallabors aus Belgien ein. Beide jungen Frauen sind 26 Jahre alt.

Lena Schilling hatte Ende April den Dokumentarfilm Plastic People nach Eisenstadt gebracht, der sich mit den gesundheitlichen und ökologischen Folgen von Mikroplastik und sogenannten Ewigkeitschemikalien beschäftigt. Im Rahmen dieses Besuchs wurde auch auf die Belastung durch PFAS aufmerksam gemacht

PFAS (Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) sind künstlich hergestellte Chemikalien, die sich in der Umwelt praktisch nicht abbauen und sich über Jahre im menschlichen Körper anreichern. Zu dieser Stoffgruppe gehört unter anderem PFOA (Perfluoroctansäure), eine besonders problematische Verbindung, die mit schweren gesundheitlichen Folgen in Zusammenhang gebracht wird. PFAS finden sich unter anderem in beschichteten Pfannen, Outdoor-Kleidung, Kosmetika, Lebensmittelverpackungen, Löschschäumen sowie zahlreichen Industrieprodukten. Aufgenommen werden sie vor allem über belastetes Trinkwasser, Lebensmittel, Hausstaub und Alltagsprodukte.

Besonders alarmierend: Im burgenländischen Trinkwasser wurde bereits TFA (Trifluoressigsäure) nachgewiesen. TFA ist ein extrem langlebiges Abbauprodukt verschiedener PFAS-Chemikalien und gilt mittlerweile als weit verbreitete Belastung in europäischen Gewässern.

Die gemessenen Werte liegen zwar nicht in einem akut alarmierenden Bereich, dennoch gilt jede nachgewiesene Menge dieser langlebigen Chemikalien im menschlichen Körper als besorgniserregend, weil sich PFAS über Jahre anreichern und kaum abgebaut werden.

„Ich finde es erschreckend, wie selbstverständlich diese Chemikalien mittlerweile überall vorkommen. Niemand entscheidet sich bewusst dafür, PFAS aufzunehmen – und trotzdem tragen wir sie bereits in uns. Das zeigt, dass wir endlich konsequenter gegen diese Stoffe vorgehen müssen. Dass gleichzeitig mit TFA schon eine Ewigkeitschemikalie im burgenländischen Trinkwasser gefunden wurde, zeigt, wie dringend wir endlich strengere Regeln brauchen.“, betont Samara Sánchez Pöll.

„Leider finden wir bei jeder Testung PFAS im Blut von Menschen, weil diese Ewigkeitschemikalien einfach überall drin sind, im Wasser, in Alltagsprodukten und längst auch in unserem Körper. Sie verschwinden nicht mehr aus der Umwelt und stehen im Verdacht, Krebs, hormonelle Störungen und andere schwere Krankheiten auszulösen. Es kann nicht sein, dass Profitinteressen der Chemielobby weiter über unsere Gesundheit gestellt werden. Deshalb werde ich auf EU Ebene weiter für ein konsequentes PFAS-Verbot und strenge Regeln zum Schutz von Mensch und Umwelt kämpfen“, erklärt Lena Schilling.

Die Grünen fordern daher strengere Grenzwerte, umfassende Kontrollen und ein rasches europaweites Verbot besonders gefährlicher PFAS-Chemikalien.

Samara Sánchez Pöll
Samara Sánchez Pöll

Medienreferentin Grüne Bgld

Klubobfrau & Jugendgemeinderätin in Eisenstadt
Sprecherin Grüne Jugend Bgld

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