Pseudobeschluss zur Österreichischen Bodenstrategie
Grauer Beton oder grüne Wiese? Österreichs Bevölkerung ist sich einig.
Pseudobeschluss zur Österreichischen Bodenstrategie
Öberösterreichs Landesrat Markus Achleitner lässt sich heute vor den Medien für den Beschluss der Österreichischen bodenstrategie feiern, die er ohne Zustimmung der Österreichischen Raumordnungskonferenz (ÖROK) gemeinsam mit seinen Resortkollegen aus den Bundesländern beschlossen hat.
Abgesehen davon, dass das rechtlich überhaupt nicht möglich ist, wurde das von der ÖROK ausgearbeitete verpflichtende Ziel, den täglichen Bodenverbrauch bis 2030 auf 2,5 Hektar zu begrenzen, nicht berücksichtigt. Unter den Umständen, dass dieses Ziel von den Ländern sowie dem Gemeindebund nach wie vor abgelehnt wird, ist das Motto „Boden schützen und Zukunft ermöglichen“ hier einfach nur heuchlerisch. Österreich ist mit 12 Hektar täglichem Bodenverbrauch nach wie vor an der traurigen Spitze der EU.
Die Bodenschutzstrategie umfasst vier grundlegende Ziele: den Schutz von Frei- und Grünland, die Verhinderung der Zersiedelung, die effiziente Innenentwicklung zur optimalen Nutzung geeigneter Baulandressourcen im Siedlungsgebiet sowie die Intensivierung der Bewusstseinsbildung und Öffentlichkeitsarbeit. Das Fachpapier, das von der ÖROK erarbeitet wurde, enthielt keine konkreten Zahlen, jedoch wurde das bereits 2002 in der Nachhaltigkeitsstrategie des Bundes festgehaltene Ziel von 2,5 Hektar Bodenverbrauch pro Tag letztes Jahr von den Grünen erneut gefordert, da ein messbarer Indikator erforderlich sei.
Alles, was Achleitner zum Thema Bodenschutz von sich gibt, sind Ausreden, warum dieses Ziel nicht erreicht werden kann. Nicht einmal Ansätze für Lösungen, wie dieses Ziel zu erreichen wäre, hört man hier.
Von „Vernunft und Pragmatismus“ geprägt sei die Österreichische Bodenstrategie, nicht von „ideologischen Luftschlössern“.
Achleitner handelt beim Bodenschutz vielleicht im Interesse der Betonwirtschaft, aber nicht im Interesse der Bevölkerung. Laut einer MARKET Umfrage der Hagelversicherung sind in Österreich ganze 82 Prozent der Menschen für das verbindliche Ziel von höchstens 2,5 Hektar Bodenverbrauch pro Tag.
Generalsekretärin Olga Voglauer übt harte Kritik: „Beim Bodenschutz geht es um die Wiesen, auf denen unsere Kinder spielen und um die Äcker, auf denen unser Gemüse wächst. Es geht um nicht weniger als den Erhalt unserer Lebensgrundlage. Und jener unserer Kinder und Enkelkinder. Das sollte auch Markus Achleitner wissen.“
„Die Zeit des Alten Denkens und neuen Betons und der ewigwährenden Suche nach der nächsten Ausrede muss ein für alle Mal vorbei sein. Die Menschen in Österreich erwarten sich echten, verbindlichen Bodenschutz. Was niemandem etwas bringt, sind zahnlose Beschlüsse ohne konkretes Ziel, Sonntagsreden, Lippenbekenntnisse oder Scheindebatten über alternative Berechnungsmethoden. Das hilft niemandem und schon gar nicht unseren noch gesunden Böden.“
Auch der WWF äußert sich unerfreut: „Das heutige Treffen hat einmal mehr gezeigt, warum Österreich den grassierenden Flächenfraß seit Jahren nicht in den Griff bekommt. Ohne ein echtes Bekenntnis der Politik zu konkreten Maßnahmen und einer fixen Obergrenze für den Bodenverbrauch werden Zersiedelung und Naturzerstörung ungebremst weitergehen“, so WWF-Bodenschutzsprecher Simon Pories.
Öberösterreichs Landesrat Markus Achleitner lässt sich heute vor den Medien für den Beschluss der Österreichischen bodenstrategie feiern, die er ohne Zustimmung der Österreichischen Raumordnungskonferenz (ÖROK) gemeinsam mit seinen Resortkollegen aus den Bundesländern beschlossen hat.
Abgesehen davon, dass das rechtlich überhaupt nicht möglich ist, wurde das von der ÖROK ausgearbeitete verpflichtende Ziel, den täglichen Bodenverbrauch bis 2030 auf 2,5 Hektar zu begrenzen, nicht berücksichtigt. Unter den Umständen, dass dieses Ziel von den Ländern sowie dem Gemeindebund nach wie vor abgelehnt wird, ist das Motto „Boden schützen und Zukunft ermöglichen“ hier einfach nur heuchlerisch. Österreich ist mit 12 Hektar täglichem Bodenverbrauch nach wie vor an der traurigen Spitze der EU.
Die Bodenschutzstrategie umfasst vier grundlegende Ziele: den Schutz von Frei- und Grünland, die Verhinderung der Zersiedelung, die effiziente Innenentwicklung zur optimalen Nutzung geeigneter Baulandressourcen im Siedlungsgebiet sowie die Intensivierung der Bewusstseinsbildung und Öffentlichkeitsarbeit. Das Fachpapier, das von der ÖROK erarbeitet wurde, enthielt keine konkreten Zahlen, jedoch wurde das bereits 2002 in der Nachhaltigkeitsstrategie des Bundes festgehaltene Ziel von 2,5 Hektar Bodenverbrauch pro Tag letztes Jahr von den Grünen erneut gefordert, da ein messbarer Indikator erforderlich sei.
Alles, was Achleitner zum Thema Bodenschutz von sich gibt, sind Ausreden, warum dieses Ziel nicht erreicht werden kann. Nicht einmal Ansätze für Lösungen, wie dieses Ziel zu erreichen wäre, hört man hier.
Von „Vernunft und Pragmatismus“ geprägt sei die Österreichische Bodenstrategie, nicht von „ideologischen Luftschlössern“.
Achleitner handelt beim Bodenschutz vielleicht im Interesse der Betonwirtschaft, aber nicht im Interesse der Bevölkerung. Laut einer MARKET Umfrage der Hagelversicherung sind in Österreich ganze 82 Prozent der Menschen für das verbindliche Ziel von höchstens 2,5 Hektar Bodenverbrauch pro Tag.
Generalsekretärin Olga Voglauer übt harte Kritik: „Beim Bodenschutz geht es um die Wiesen, auf denen unsere Kinder spielen und um die Äcker, auf denen unser Gemüse wächst. Es geht um nicht weniger als den Erhalt unserer Lebensgrundlage. Und jener unserer Kinder und Enkelkinder. Das sollte auch Markus Achleitner wissen.“
„Die Zeit des Alten Denkens und neuen Betons und der ewigwährenden Suche nach der nächsten Ausrede muss ein für alle Mal vorbei sein. Die Menschen in Österreich erwarten sich echten, verbindlichen Bodenschutz. Was niemandem etwas bringt, sind zahnlose Beschlüsse ohne konkretes Ziel, Sonntagsreden, Lippenbekenntnisse oder Scheindebatten über alternative Berechnungsmethoden. Das hilft niemandem und schon gar nicht unseren noch gesunden Böden.“
Auch der WWF äußert sich unerfreut: „Das heutige Treffen hat einmal mehr gezeigt, warum Österreich den grassierenden Flächenfraß seit Jahren nicht in den Griff bekommt. Ohne ein echtes Bekenntnis der Politik zu konkreten Maßnahmen und einer fixen Obergrenze für den Bodenverbrauch werden Zersiedelung und Naturzerstörung ungebremst weitergehen“, so WWF-Bodenschutzsprecher Simon Pories.