Skip to main content
17.02.2024 Aus den Bezirken

Rad­weg ent­lang Stoo­ber Bach ver­schan­delt

Radweg entlang des Stoober Baches verschandelt

In Stoob Süd wurden unlängst entlang des Radweges die Bäume bis auf 10 m Höhe entastet, als ob es sich um eine Einflugschneise handeln würde. Zudem wurden Sträucher in 2 m Höhe brutal waagrecht abgeschnitten. Dadurch wurde das viel frequentierte touristische Naherholungsgebiet vollkommen verunstaltet.
Das entspricht nicht den Bedürfnissen der Radfahrer:innen nach einem idyllischen, schattigen Radweg.

Entlang eines Radweges, an dem ein Fahrverbot besteht, sind auch keine Schnittmaßnahmen zur Sicherung des Lichtraumprofils erforderlich.
Die durchgeführten Schnittmaßnahmen entsprechen nicht einer modernen Baumpflege, zudem wurden sie zur falschen Zeit durchgeführt und schwächen damit langfristig die Bäume. Bezirkssprecherin Federica Hannel dazu: “Gerade Hasel und Weiden müssen lang vor deren Blüte geschnitten werden, und nie komplett. Diese Bäume bilden die erste Nahrung für Insekten im Frühling. Ideal wäre es, verschiedene Altersstrukturen zu schaffen, indem man nie die gesamte Hecke in einem Jahr gleichzeitig schneidet.
Außerdem wird durch solch starken Schnitt die Wachstumsbedingungen für den invasiven Staudenknöterich begünstigt. Ein Problem, mit dem wir in der Region schon genug zu kämpfen haben.”

„Entsprechend der Norm für Baumpflege und Baumkontrolle sollten Schnittmaßnahmen baumschonend erfolgen und massive Eingriffe wie Kronenreduktion, Starkastentfernung und ähnliche baumzerstörende Maßnahmen, vermieden werden. Das bedingt, dass Gemeinden sich ihrer Verantwortung bewusst sein müssen und die Baumpflege nur an Fachbetriebe, die eine entsprechende Ausbildung aufweisen und die Anforderungen der modernen Baumpflege und Normen kennen, vergeben sollten“, meint Philip Juranich, Landessprecherin-Stellvertreter der GRÜNEN Burgenland.

„Wir verlieren durch die maßlose Bodenversiegelung laufend Naturräume. Daher ist es wichtig, jene die es gibt, naturverträglich zu pflegen  – hier ist das Gegenteil geschehen. Die Verantwortlichen müssen hier Vorgaben machen. Sei vielen  Jahren gibt es dafür das Handbuch „Naturnahe Pflege von Begleitgrün“ der Umweltanwaltschaft Burgenland, so der GRÜNE Landtagsabgeordnete Wolfgang Spitzmüller.

Federica Hannel
Federica Hannel

Bezirkssprecherin Oberpullendorf

[email protected]
Beitrag teilen
1
2
3
4
5
6
7
8