Rehkitze vor dem Mähtod bewahren
Initiative setzt auf Zusammenarbeit und moderne Technik
Landeshauptmann-Stellvertreterin und Tierschutzlandesrätin Anja Haider-Wallner freut sich über die erfolgreiche Zusammenarbeit von Landwirtschaft, Jägerschaft und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern bei der Rettung von Rehkitzen. Gerade jetzt, während die erste Mahd auf den Wiesen in vollem Gange ist, befinden sich die Jungtiere in der gefährlichsten Zeit des Jahres. Aufgrund ihres natürlichen Sicherheitsverhaltens verharren sie bei Gefahr regungslos im hohen Gras und werden daher oft übersehen. Schätzungen zufolge fallen österreichweit jedes Jahr bis zu 25.000 Rehkitze Mähmaschinen zum Opfer.
Um dieses Leid zu verhindern, setzt auch Landeshauptmann-Stellvertreterin und Tierschutzlandesrätin Anja Haider-Wallner auf eine enge Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Jägerschaft. Bereits in den vergangenen Jahren konnten zahlreiche Jungtiere durch gemeinsames Handeln rechtzeitig entdeckt und gerettet werden.
Gezielte Hilfe aus der Luft
Besonders bewährt hat sich der Einsatz von Drohnen mit Wärmebildkameras. Die Nutzung dieser modernen Technologie soll weiter ausgebaut werden. „Mithilfe des zeitgemäßen Equipments können Wiesen vor dem Mähen rasch und zuverlässig abgesucht werden. So lassen sich Rehkitze anhand ihrer Körperwärme leicht aufspüren, um sie vorübergehend aus der Gefahrenzone zu bringen“, betont Anja Haider-Wallner.
Immer mehr Jagdgemeinschaften im Burgenland setzen auf diese innovative Methode. Viele haben bereits eigene Drohnen angeschafft und unterstützen Landwirtinnen und Landwirte bei der Suche nach Jungwild. So können Rehkitze noch vor Beginn der Mäharbeiten in Sicherheit gebracht werden.
Servicestelle vernetzt Helferinnen und Helfer
Wichtige Unterstützung bietet die Servicestelle Jagd und Fischerei des Landes Burgenland. Wer Hilfe bei der Jungwildrettung benötigt, erhält dort rasch Informationen zu Ansprechpartnern und Angeboten in der jeweiligen Region. Gleichzeitig können sich Drohnenpilotinnen und Drohnenpiloten sowie weitere engagierte Helferinnen und Helfer registrieren lassen und ihre Unterstützung anbieten.
„Mithilfe des zeitgemäßen Equipments können Wiesen vor dem Mähen rasch und zuverlässig abgesucht werden. So lassen sich Rehkitze anhand ihrer Körperwärme leicht aufspüren, um sie vorübergehend aus der Gefahrenzone zu bringen“, so Haider-Wallner. Die Initiative zeigt, wie moderne Technik, ehrenamtliches Engagement und die gute Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Jagd dazu beitragen können, zahlreiche Rehkitze vor dem Mähtod zu bewahren.