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30.03.2022 Landtag

Ar­ten­schutz nicht für Do­sko­zil-Kö­s­tin­ger-Plan op­fern!

Brachflächen unwesentlich für Ernährung, aber essentiell als Lebensraum

Der Wunsch von Landeshauptmann Doskozil und Landwirtschaftsministerin Köstinger, künftig auch sogenannte Brachflächen landwirtschaftlich zu bewirtschaften, hätte verheerende Auswirkungen auf die Artenvielfalt ohne echten Nutzen. “Der Doskozil-Köstinger-Plan bringt nur Verlierer. Denn diese Randflächen der Äcker sind großteils wenig produktiv Böden, aber wertvoller und oft auch der letzte verbliebene Lebensraum zahlreicher Arten wie etwa Wildbienen und Hummeln”, erklärt der GRÜNE Landwirtschafts- und Naturschutzsprecher Wolfgang Spitzmüller. Es seien nämlich gerade diese Wildpflanzen, die längst aus den kultivierten Gärten verschwunden sind, die hunderten Arten Nahrung bieten. “Gerade heute am Tag des ‘Unkrautes’ kann die Wichtigkeit kaum hoch genug eingeschätzt werden. Der Artenschwund ist neben der Klimakrise das größte Problem für unseren Lebensraum und zwar weltweit”, stellt Spitzmüller fest.

Bodenschutz ist Ernährungssicherheit

Der Umweltsprecher erinnert Doskozil einmal mehr daran, endlich der ungebremsten Vernichtung wertvoller Äcker Einhalt zu gebieten. “Es reicht schon, wenn die SPÖ nur einen einzigen unserer Bodenschutzanträge ernst nehmen würde. Dann wäre Schluss mit der ungebremsten Vernichtung unserer wirklich wertvollen Böden. Jeder nicht versiegelte Acker bringt hundertmal mehr Ertrag als alle Brachflächen zusammen”, rechnet Spitzmüller vor. Nachsatz: “Finger weg von den Brachflächen!”

Christoph Gerhardt

Pressesprecher des Grünen Landtagsklubs

christoph.gerhardt@gruene.at
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