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17.12.2023 Landespartei

Tier des Jah­res 2024 kämpft gegen Bo­den­fraß

Der Feldhamster wurde kürzlich über ein öffentliches Online-Voting durch den Naturschutzbund Österreich zum Tier des Jahres gekürt. Ob die gewonnene Aufmerksamkeit dem Schutz des bedrohten Tieres dient, bleibt abzuwarten.

Der Feldhamster wurde kürzlich über ein öffentliches Online-Voting durch den Naturschutzbund Österreich zum Tier des Jahres gekürt. Ob die gewonnene Aufmerksamkeit dem Schutz des bedrohten Tieres dient, bleibt abzuwarten.

Der im Burgenland als Gritsch bekannte Wühler kämpft ums nackte Überleben. Hocheffiziente Erntemethoden in der Landwirtschaft und der fortschreitende Bodenfraß nehmen dem Tier des Jahres Nahrung und Lebensraum. Durchschnittlich 11 Hektar Grünland, Wiesen und Wälder fallen laut WWF Bodenreport 2023 täglich dem Bodenfraß zum Opfer.

Seit dem Jahr 2020 steht der Feldhamster auf der Roten Liste der gefährdeten Tierarten. Das sollte uns alle beunruhigen, denn der Feldhamster ist im Grunde ein anpassungsfähiges Tier. Als Kulturfolger bekannt, passt der Gritsch sich den landschaftlichen Veränderungen an. So wird er immer öfter auf Friedhöfen und anderen Parkanlagen gesichtet. Trotz dieser Fähigkeiten schrumpft die Population rapide. Das führt zwangsweise zum Verlust eines der zahlreichen Kleintiere, dass die ökologischen Aufgaben, wie Humusaufbau oder Anreicherung des Bodens mit Nährstoffen, nicht mehr erfüllen kann.

„Wir setzen uns für den aktiven Schutz des Gritsch durch die Verringerung der Flächenversiegelung ein, um unseren wertvollen Boden zu schützen. Damit unsere Kinder den Feldhamster nicht nur aus Schulbüchern kennen,“ zeigt sich Anja Haider-Wallner, Landessprecherin der Grünen, besorgt und ergänzt: “Alles hängt zumsammen: Hamsterschutz ist Naturschutz ist Klimaschutz ist Menschenschutz.”

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