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16.07.2025 Landespartei

Totschnig lässt Landwirt:innen auf dem Trockenen sitzen

Trockenheit Feld

Mitten in einem Hitzesommer will Landwirtschaftsminister Totschnig die Hilfen für Dürreschäden um 15 Millionen Euro kürzen. Auch eine Mehrheit der Agrar-Landesrät:innen – allen voran die ÖVP – stimmt diesen Kürzungen zu. Nur das Burgenland und Kärnten haben sich entschieden dagegen gestellt.

„Für die Landwirt:innen bringt die Klimakrise vertrocknete Böden, verkümmerte Pflanzen und Existenzsorgen auf den Höfen. Im Burgenland gab es allein im Vorjahr 48 Hitzetage – so viele wie noch nie. Diese Extremwerte häufen sich, und unsere Landwirtschaft leidet jedes Jahr mehr darunter“, betont Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner, die in der Landesregierung sowohl für Klimaschutz als auch für die Landwirtschaft zuständig ist.

Landwirt:innen brauchen Unterstützung gegen Klimakrise

Auch heuer waren die Wetterextreme bereits spürbar: Ein trockener Winter, ein extrem heißer Mai und Juni, gefolgt von massiven Hagelereignissen haben viele Kulturen geschädigt. Doch das Landwirtschaftsministerium will Leistungen genau jetzt kürzen.

Künftig sollen nicht mehr die tatsächlichen Hitzetage (über 30 Grad) ausschlaggebend für Entschädigungen sein, sondern ein Durchschnittswert aus den letzten zehn Jahren. Für die Praxis bedeutet das:

  • Auch in trockenen, heißen Sommern bleibt vielen Betrieben die Unterstützung verwehrt.
  • Hilfe kommt erst bei extremer Hitze, wenn der Schaden für die Betriebe enorm ist.
  • Familienbetriebe, die schon jetzt am Limit wirtschaften, verlieren eine wichtige Absicherung.

“Es ist für mich nicht akzeptabel, dass das Ministerium mitten in der Klimakrise einfach die Mittel kürzt, während viele Betriebe um ihre Existenz kämpfen“, kritisiert Anja Haider-Wallner.

Für heimische Lebensmittel statt klimaschädlicher Subventionen

Anstatt Milliarden in fossile Subventionen zu pumpen, sollte die Bundesregierung dort investieren, wo es wirklich zählt:

  • In den Schutz der bäuerlichen Betriebe vor den Folgen der Klimakrise.
  • In die Sicherung unserer Lebensmittelversorgung aus regionaler Produktion.
  • In die Anpassung landwirtschaftlicher Produktion an die Folgen der Klimakrise.

Unsere Position ist klar:

  • Nein zu den Kürzungen bei den Dürre-Entschädigungen.
  • Ja zu einer krisenfesten Landwirtschaft, die heimische Lebensmittel für alle sichert.
  • Ja zu echten Reformen bei der Verwaltung und Bürokratie – aber nicht auf dem Rücken der Bäuerinnen und Bauern.

„Unsere Landwirt:innen leisten tagtäglich Enormes für die Versorgungssicherheit im Burgenland. Wir dürfen sie jetzt nicht im Stich lassen“, so die Landessprecherin der GRÜNEN abschließend.