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13.10.2026 Landesregierung

Trittsteinbiotope

Burgenland fördert Projekt zur landesweiten Lebensraumvernetzung

Das Land Burgenland investiert 100.000 Euro in das Projekt „Netzwerk Trittsteinbiotope im Burgenland“, um die Artenvielfalt langfristig zu schützen und wertvolle Lebensräume besser miteinander zu vernetzen. Gemeinsam mit dem Naturschutzbund Burgenland werden 2026 insgesamt 20 ökologisch besonders wertvolle Flächen untersucht und bestehende Pflegekonzepte weiterentwickelt. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Bewusstseinsbildung und der Einbindung der Bevölkerung.

Landeshauptmann-Stellvertreterin und Naturschutzlandesrätin Anja Haider-Wallner besuchte im Rahmen einer Exkursion gemeinsam mit rund 40 Bürger aus den umliegenden Gemeinden die Rohrlusswiesen in Gattendorf. Die rund drei Hektar großen, grundwasserbeeinflussten Feuchtwiesen in der Leithaniederung sind ein wichtiger Lebensraum für zahlreiche seltene Pflanzen- und Tierarten. Dazu zählen der Lungen-Enzian und das Sumpf-Knabenkraut, die im Burgenland nur noch an wenigen Standorten vorkommen. Auch seltene Vogelarten wie der Große Brachvogel, der Kiebitz und die Sumpfohreule können hier beobachtet werden.

Trittsteinbiotope spielen eine wichtige Rolle für den Erhalt der biologischen Vielfalt. Sie ermöglichen Tieren und Pflanzen, zwischen einzelnen Lebensräumen zu wandern, und helfen dabei, isolierte Populationen zu erhalten. Gerade angesichts der zunehmenden Zerschneidung von Landschaften und der Klimakrise ist diese Vernetzung entscheidend.

Im Rahmen des Projekts werden die ausgewählten Flächen naturschutzfachlich kartiert und die vorkommenden Pflanzen-, Insekten- und Vogelarten erhoben. Die Ergebnisse dienen als Grundlage für eine gezielte Pflege und den langfristigen Schutz der Gebiete. Gleichzeitig sollen Gemeinden, Jugendliche und ehrenamtlich engagierte Menschen stärker eingebunden werden, um das Bewusstsein für den Wert der heimischen Natur zu stärken und die Betreuung der Flächen langfristig zu unterstützen.

„Naturschutz braucht beides: ökologisch wertvolle Flächen und Menschen, die sich für diese Flächen einsetzen. Mit dem Projekt wollen wir deshalb nicht nur die einzelnen Lebensräume besser erforschen und pflegen, sondern auch Menschen vor Ort für ihren Schutz gewinnen“, betont Anja Haider-Wallner.

Das Projekt läuft bis Ende 2026 und ergänzt das bestehende Biotopschutzprogramm des Naturschutzbundes Burgenland.

Samara Sánchez Pöll
Samara Sánchez Pöll

Medienreferentin Grüne Bgld

Klubobfrau & Jugendgemeinderätin in Eisenstadt
Sprecherin Grüne Jugend Bgld

[email protected]
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